Pimp your drink

Der Körper besteht zu 70% aus Wasser und braucht dieses für alle Stoffwechselvorgänge und die Funktion der Organe. Von daher ist es wichtig, dass er genug davon bekommt. Außerdem wird der Körper so seine Giftstoffe los. Zum einen über die Schweißdrüsen in der Haut und zum anderen über den Urin. Viel trinken entgiftet also, beugt Kopfweh vor und hat noch viele andere positive Effekte.

Was?

Am besten Wasser und ungesüßter Tee. Das klingt erstmal etwas fad, aber man kann beides sehr gut aufpeppen. Ich schneide oft Ingwer in meinen Tee, das gibt einen interessanten scharfen Beigeschmack und ist auch noch sehr gesund, da Ingwer entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften besitzt. Im Sommer koche Ich oft eine Riesenkanne Tee und stelle sie kalt und hole mir über den Tag verteilt immer wieder ein leckeres Glas Eistee.

Auch mit Zitrone, Gurke oder Minze schmeckt das Wasser gleich viel Frischer. Man kann Wasser auch immer mit Obst aufpeppen. Einfach eine Orange auspressen und dazugeben. Oder gefrorene Beeren oder Granatapfelkerne machen sich gut und bieten etwas Abwechslung.

Es darf natürlich auch mal eine Saftschorle oder eine Cola sein. Aber der Hauptanteil der Flüssigkeit sollte keine Energie haben (Wasser und Tee). Denn oft merkt man gar nicht wie viel Zucker man alleine mit den Getränken aufnimmt und da  zu sparen lohnt sich.

Vorsicht beim Begriff „light“. Der ist Gesetzlich nicht geschützt und kann alles Mögliche bedeuten. Nur etwas weniger Zucker oder sogar arm an Kohlensäure. „Kalorienreduziert“ dagegen ist geschützt und bedeutet, dass das Getränk mindestens 40% weniger Kalorien als normal haben muss.

Wann?

Am besten viel zwischen den Mahlzeiten trinken, das füllt den Magen und fördert die Verdauung. Aber auch zu den Mahlzeiten gerne trinken. Dann können die Ballaststoffe aufquellen und das regt die Verdauung an  (Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate; z.B. die Schale von Obst und Gemüse, Die Hülle vom vollen Korn).

Wie viel?

Der Körper braucht so zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit am Tag. Doch da man auch einiges an Flüssigkeit durch die Nahrung aufnimmt, reicht es wenn man so ungefähr 1 ½ Liter am Tag trinkt. Darauf sollte man aber schon kommen.

Woran merkt man, dass man zu wenig trinkt?

An der Farbe des Urins: ist der Urin sehr dunkel und konzentriert, sollte man mehr trinken. Ideal ist die Farbe von Champagner.

Den meisten fällt es schwer auf ihre tägliche Menge Wasser zu kommen. Und im Gegensatz zum Essen, darf man nicht erst trinken, wenn man Durst hat, sondern möglichst schon vorher. Als Tipp: Wenn ich zuhause bin fülle ich eine Karaffe und nehme mir vor zwei davon täglich zu leeren. Und auch in der Arbeit ist es wichtig, das Wasser immer Griffbereit zu haben.

Die Salatsaison hat begonnen

Mit der Zeitumstellung hat endlich auch die Salatsaison begonnen. Je wärmer es wird, desto weniger Lust hat man abends auf etwas Deftiges. Stattdessen bietet es sich an, einen leckeren, leichten Salat zu machen. Viele mögen Salat nicht so gerne oder finden ihn langweilig und ich muss gestehen, dass ich früher auch zu ihnen gehört habe. Das lag daran, dass ich ihn immer gleich zubereitet hab: Irgendeinen Salat aufgeschnitten, vielleicht noch Tomaten und Gurken dazu, Essig und Öl drüber –  fertig.

Heute werde ich richtig kreativ und so wird es nie langweilig. Mittlerweile ist Salat ein regelmäßiger Bestandteil meiner Küche geworden. Hier sind einige Anregungen, wie ihr euren Salat aufpeppen könnt: angebratene Pilze, Mais, Feta, Mozzarella, Oliven, Karotten, rohe Zucchini, Ei, Zwiebeln, Kidneybohnen, gebratene Hühnerbrust, Nüsse, frische Kräuter, Thunfisch, Radieschen, Scampi, Spargel, rote Beete, Avocado und Paprika.

Außerdem schnippel ich meistens noch irgendendein Obst dazu: Granatapfel, Orange, Apfel, Melone, Birne, Mango, Himbeeren, Feigen oder Erdbeeren. Auch bei den Soßen kann man sich austoben. Mein momentaner Favorit ist die Honig-Senf Soße. Selbstgemacht und mit wenig Honig kann man sich das gerne mal gönnen.

Wenn jetzt der eine oder andere denkt „hm, trotzdem noch ganz schön viel Fruchtzucker mit der Mango zum Beispiel, oder?“ An sich schon. Aber die Hauptsache ist doch, dass es dir schmeckt und du den Salat dann gerne ist. Denn einfach nur nackten Salat zu essen bringt wenig, denn es hinterlässt ein unbefriedigtes Gefühl und man durchwühlt spätestens eine halbe Stunde danach verzweifelt seine Süßigkeiten Vorräte.

Lass es dir schmecken

Essen ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und unserer Kultur und das ist auch gut so und soll so bleiben. Selbst beim abnehmen. Und das ist kein Widerspruch.  Es gibt 3 Gründe, die dafür sprechen es sich auch beim Abnehmen so richtig schmecken zu lassen.

1. Viele schrecken vor einer Ernährungsumstellung zurück, weil sie befürchten sich nur noch von Salat, Vollkornnudeln und Kichererbsen ernähren zu müssen. Das macht natürlich dauerhaft wenig Spass. Es ist auch nicht sehr effektiv gesundes, aber langweiliges Essen herunterzuwürgen.

Zu Beginn meines Abnehmens hab ich das ab und zu gemacht. Ich hab mir einen Teller Linsen gekocht, Pfeffer und Salz dazu -fertig. Das hab ich dann mit dem befriedigenden Gefühl gegessen besonders bescheiden, opferbereit und engagiert zu sein. Aber die Befriedigung hielt genau 5 Minuten, dann kam die Lust auf was Süßes, die ich mal mehr, mal weniger, erfolgreich den ganzen restlichen Abend bekämpfte. (Man kann Linsen auch total lecker zubereiten, aber damals wusste ich mir nicht besser zu helfen)

2. Außerdem: Wenn ich nur esse was mir schmeckt (Und ganz wichtig: nur wenn ich Hunger habe und aufhöre, wenn ich satt bin), versage ich mir nichts. Es kommt also kein Heißhunger, Rückfall oder Jojo-Effekt auf. Und so ganz nebenbei genieße ich auch noch mein Leben – praktisch.

3. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass wir so meistens essen was wir brauchen. Wenn man sich lange von Fertiggerichten oder Fast Food ernährt hat, kommt irgendwann die Riesenlust auf was Frisches, und so balanciert es sich aus.
Ein gutes Beispiel dafür sind kleine Kinder: Sie löffeln oft Butter und haben total Lust darauf. Der Körper sendet ihnen das Signal, weil er das Fett und Eiweiß im Wachstum braucht.

Oder wenn man tagelang Lust auf Chips oder was Salziges hat, heißt das oft, dass einem bestimmte Mineralien und Salze fehlen.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass man jeder Begierde nachgeben soll. Aber auf die Signale des Körpers zu hören, ist auf jeden Fall eine gute Idee und ist etwas, dass man wieder lernen kann, wenn man sie zu lange ignoriert hat.