Kannst du es dir vorstellen?

Als ich im Sommer 2013 endlich erfolgreich 15kg abnahm, hatte ich schon so ziemlich alles ausprobiert. Crash-Diäten, Ernährungsumstellungen, exzessive Sportprogramme, Eiweiß- und Obsttage, abends keine Kohlenhydrate usw.

Einige davon waren natürlich von vorneherein zum Scheitern verurteilt – Eiweißtage?! Danach konnte ich echt lange keine Eier mehr sehen. Aber andere waren durchaus vernünftig und hätten schon erfolgreich sein können. Beispielsweise die Ernährungsumstellung.

Warum hat es also nie geklappt? Was war diesmal anders?

Ich glaube der Hauptaspekt war, dass ich es mir zum ersten Mal wirklich vorstellen konnte dauerhaft schlank zu sein. Davor wusste ich zwar, dass ich mich mit viel Anstrengung kurzfristig herunter hungern konnte, aber ich hab nie wirklich geglaubt, dass ich es langfristig halten kann. In meinem Kopf war ich mopsig. Immer. Auch wenn ich es kurzfristig geschafft hatte, habe ich mich nie als schlanken Menschen wahrgenommen, sondern als mopsigen, der gerade mal zufällig kurz schlank ist. Wie ein Gummiband, dass man zwar dehnen kann, doch das immer wieder in seine Ausgangsform zurückploppt, sobald man es loslässt – seine Anstrengungen wieder sein lässt und sich entspannt.

Heute weiß ich, dass es genau anders herum ist. Unsere Ausgangsform ist Normalgewicht.

Wie könnte es auch anders sein? Die Natur strebt, wenn sie in Ruhe gelassen wird, immer zu dem was am besten für sie ist. Warum sollte der menschliche Körper da anders sein? Alles in dir ist darauf ausgelegt dich am Leben zu halten.

Lass also alles fallen was dich von deiner Ausgangsform trennt. Die Vorstellung wie du auszusehen hast, um glücklich zu sein. Deine ängstlichen Gedanken es nie zu schaffen. Die Versuche die Leere in dir mit Essen zu füllen. Deine „So bin ich eben“ Gedanken und lass die Natur ihre Magie vollbringen und dich in deine Ausgangsform zurückploppen.

Deine Gedanken und Verhaltensmuster sind sozusagen die Apps, die du dir über die Jahre heruntergeladen hast. Aber egal wie voll dein Handy ist, die Standardeinstellung ist noch die gleiche. Auch 40 Jahre schlechte Ernährung und negatives Selbstbild können dem nichts anhaben.

Gewöhn dich also lieber schon mal an den Gedanken schlank zu sein 🙂

Pimp your drink

Der Körper besteht zu 70% aus Wasser und braucht dieses für alle Stoffwechselvorgänge und die Funktion der Organe. Von daher ist es wichtig, dass er genug davon bekommt. Außerdem wird der Körper so seine Giftstoffe los. Zum einen über die Schweißdrüsen in der Haut und zum anderen über den Urin. Viel trinken entgiftet also, beugt Kopfweh vor und hat noch viele andere positive Effekte.

Was?

Am besten Wasser und ungesüßter Tee. Das klingt erstmal etwas fad, aber man kann beides sehr gut aufpeppen. Ich schneide oft Ingwer in meinen Tee, das gibt einen interessanten scharfen Beigeschmack und ist auch noch sehr gesund, da Ingwer entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften besitzt. Im Sommer koche Ich oft eine Riesenkanne Tee und stelle sie kalt und hole mir über den Tag verteilt immer wieder ein leckeres Glas Eistee.

Auch mit Zitrone, Gurke oder Minze schmeckt das Wasser gleich viel Frischer. Man kann Wasser auch immer mit Obst aufpeppen. Einfach eine Orange auspressen und dazugeben. Oder gefrorene Beeren oder Granatapfelkerne machen sich gut und bieten etwas Abwechslung.

Es darf natürlich auch mal eine Saftschorle oder eine Cola sein. Aber der Hauptanteil der Flüssigkeit sollte keine Energie haben (Wasser und Tee). Denn oft merkt man gar nicht wie viel Zucker man alleine mit den Getränken aufnimmt und da  zu sparen lohnt sich.

Vorsicht beim Begriff „light“. Der ist Gesetzlich nicht geschützt und kann alles Mögliche bedeuten. Nur etwas weniger Zucker oder sogar arm an Kohlensäure. „Kalorienreduziert“ dagegen ist geschützt und bedeutet, dass das Getränk mindestens 40% weniger Kalorien als normal haben muss.

Wann?

Am besten viel zwischen den Mahlzeiten trinken, das füllt den Magen und fördert die Verdauung. Aber auch zu den Mahlzeiten gerne trinken. Dann können die Ballaststoffe aufquellen und das regt die Verdauung an  (Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate; z.B. die Schale von Obst und Gemüse, Die Hülle vom vollen Korn).

Wie viel?

Der Körper braucht so zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit am Tag. Doch da man auch einiges an Flüssigkeit durch die Nahrung aufnimmt, reicht es wenn man so ungefähr 1 ½ Liter am Tag trinkt. Darauf sollte man aber schon kommen.

Woran merkt man, dass man zu wenig trinkt?

An der Farbe des Urins: ist der Urin sehr dunkel und konzentriert, sollte man mehr trinken. Ideal ist die Farbe von Champagner.

Den meisten fällt es schwer auf ihre tägliche Menge Wasser zu kommen. Und im Gegensatz zum Essen, darf man nicht erst trinken, wenn man Durst hat, sondern möglichst schon vorher. Als Tipp: Wenn ich zuhause bin fülle ich eine Karaffe und nehme mir vor zwei davon täglich zu leeren. Und auch in der Arbeit ist es wichtig, das Wasser immer Griffbereit zu haben.

Welcher Typ bist du?

Es gibt zwei verschiedene Typen, wenn es um das Essverhalten geht, das zu Übergewicht führt: Den Gruppentäter und den Einzeltäter. Beide Typen haben unterschiedliche Merkmale und damit auch unterschiedliche Abnehmstrategien.

1) Der Gruppentäter Das ist jemand, der für sich alleine wenig oder normal kocht, aber keine soziale Veranstaltung ungenutzt lässt, um viel zu essen und zu trinken. Zum Beispiel Kochabende, Kneipenbesuche, Geburtstagsfeiern oder Grillpartys.

2) Der Alleintäter Dieser Typ ist dadurch gekennzeichnet, dass er sich unter Leuten relativ gesund oder zumindest moderat ernährt, dann aber so richtig zuschlägt, wenn er alleine ist.

Die meisten von uns bewegen sich auf dem Spektrum irgendwo zwischen diesen beiden Typen. Welcher Typ bist du?

Ich kann auch schon mal auf einem Geburtstag richtig zuschlagen, aber mein Hauptproblem ist das was ich alleine vor dem Fernseher esse. Ich bin also mindestens zu 80% Alleintäter.

Je nach Typ hat man unterschiedliche Vorgehensweisen:

Der Gruppentäter kann versuchen sich anzugewöhnen auch bei Veranstaltungen achtsam zu essen. Das heißt jetzt nicht, dass er auf einer Grillfeier nur Salat essen und Wasser trinken darf. Eine gute Taktik ist es sich einen Teller voll zu laden und diesen mit allem zu befüllen was man lecker findet (nicht so voll, dass Rheinhold Messner seine nächste Etappe plant, aber voll). Wenn man sich von Anfang an darauf einstellt nur eine Portion zu essen, reicht das auch und man genießt sie um so mehr. Und man ist zufrieden, weil man nicht salatmümmelnd den anderen beim Schlemmen zusehen muss. Eine weitere Strategie wäre es vor dem Ausgehen ein gesundes Abendessen zu kochen und dann in der Kneipe die Snacks weg zu lassen.

Der Alleintäter hat eventuell Schwierigkeiten mit Essen aus den Falschen Gründen: Frust/ Langeweile/ Leere oder welche Emotion es auch sein mag. Hier hilft es immer sein Motiv zu hinterfragen. Möchte ich was essen, weil ich wirklich Hunger habe? Oder nur Appetit? Oder weil ich mich für einen harten Tag belohnen möchte?

Hier können verschiedene Dinge helfen. Wenn man wie ich gerne beim fernsehen isst, kann man sich einen gesunden Snack vorbereiten. Obst, aufgeschnittenes Gemüse oder Humus. Oder man gießt sich eine Kanne Tee auf, denn oft geht es mehr um die Beschäftigung, als um das Essen selbst.

Zum emotionalen Essen:

Es gibt zwei Arten von Energien: Die Körperliche Energie, die von ausreichend Schlaf, guter Ernährung und Bewegung kommt. Und dann gibt es eine zweite: unsere Mentale Energie: mentales Wohlbefinden.

Diese beiden Energien sind oft unabhängig voneinander. Wenn man einer Tätigkeit nachgeht, die einem sehr viel Spass macht, kann man oft lange über die körperliche Energie hinaus aktiv sein und merkt erst, wenn man aufhört wie müde und hungrig man eigentlich ist. Andersherum kann man noch so ausgeschlafen und wohlgenährt sein, wenn man mental abgeschlagen ist, hat man Schwierigkeiten auch nur das Bett zu verlassen.

Emotionales Essen ist nichts anderes als der Versuch mentale Energie mit Essen aufzufüllen. Doch da diese nicht von Essen kommt, ist das so effektiv wie ein Auto mit Milch zu betanken.

Mentale Energie wieder herzustellen ist oft keine Frage von addieren (Essen, positive Gedanken oder andere Versuche) sondern eine Frage des Subtrahieren (Frust, der Glaube, dass man nicht genug ist so wie man ist, usw.)

Happy May

Ich wünsche euch einen wunderschönen Mai 🙂

Das Power-Gemüse dieses Monats ist das Radieschen

Es ist super lecker, günstig, kalorienarm und hat trotzdem eine hohe Nährstoffdichte: Es hat einen sehr hohen Vitamin C Anteil (je röter, desto mehr Vitamin C), der das Immunsystem stärkt und vor Krankheiten schützt. Sie enthalten außerdem viel Eisen und das schwer verfügbare Vitamin B9. Die in Radieschen enthaltenen Senföle (geben die Schärfe) wirken sich positiv auf die Verdauung aus, in dem sie Bakterien und Pilze abtöten und so Infekte verhindern.

Sehr lecker sind Radieschen fein geschnitten und gesalzen auf einer Scheibe Brot. Oder aber im Salat und so kommen wir gleich zum Rezept des Monats:

Das Rezept des Monats: Radieschen-Salat

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Ein großes Salatherz

2 Tomaten

ein Bund Radieschen

Feta

Sonnenblumen- und Pinienkerne

Kräuter

1 Zwiebel

Soße: Frischkäse mit getrockneten Tomaten, Essig, Öl

Weitere Obst- und Gemüsesorten, die diesen Monat gut aus heimischem Freilandanbau erhältlich sind und damit besonders frisch:

Erdbeeren, Feldsalat, Lollo Rosso, Kohlrabi, Kopfsalat, Rucola, Gurke, Spargel und Spinat.

Was tun wenn der Appetit kommt?

Jeder der gerade aktiv versucht abzunehmen oder generell auf seine Figur achtet kennt sie: Die Appetitattacken, die einen ungebeten überrollen und nicht mehr gehen wollen. Wie kann man mit diesen Attacken umgehen?

Der erste Schritt muss es sein zu hinterfragen, ob der ungebetene Gast nicht vielleicht doch echter Hunger ist. Dann auf jeden Fall zuschlagen. Doch was wenn man sich gerade satt gegessen hat und trotzdem vom Schokomuffin träumt? Dieser gesteigerte Appetit (mehr als nur „och, so bisschen Schokolade wär jetzt ganz nett“) kann viele Ursachen haben. Es könnte sein, dass der Körper in einer Phase in der er zu wenig zu essen bekommen hat (Diät oder einseitige Ernährung) gelitten hat, bis man einen „Rückfall“ hatte und wieder normal gegessen hat, was natürlich ein gutes Gefühl ausgelöst hat, was das Gehirn unweigerlich mit dem Aufnehmen von Nahrung verknüpft hat.

Vielleicht ist es aber auch tiefer in der Kindheit verwurzelt und du hattest eine Mutter, die Haferkekse und Karotten als Süßigkeit anerkannt hat (Jap). Oder du hast es dir zur Gewohnheit gemacht, dich in stressigen Situationen mit Essen zu belohnen. Welche Ursache es auch haben mag, in deinem Gehirn ist Essen mit einem positiven Gefühl oder zumindest mit der Erwartung auf ein positives Gefühl verbunden.

Das heißt, dass was da so laut nach einem Schokomuffin krächzt, bist nicht du, sondern dein Gehirn. Es gibt also keinen Grund, dich dafür zu verurteilen, für schwach zu halten oder aufzugeben. Es ist eine ganz normale Reaktion deines Gehirns. So wie dein Körper wie ein Wunderwerk auf alles reagiert was du machst, um dir zu helfen und dein Überleben zu sichern. Wenn du Gitarre spielst, entwickelt er Hornhaut, gehst du in die Sonne, wird deine Haut braun, um dich vor Verbrennungen zu schützen. Das nehmen wir ja auch nicht persönlich. Dieser Drang sagt nichts über dich aus und du bist auch kein schwaches, disziplinloses Weichei (ist deine innere Stimme auch so fies wie meine?).

Warum Willensstärke der falsche Weg ist

Wenn ich beispielsweise meine Lieblingsserie schaue und extreme Lust bekommen meinen Ostereier Vorrat zu plündern, ist dieses Verlangen ziemlich stark. Wenn ich jetzt Willensstärke anwende, mache ich nichts anderes, als einen Gedanken (ich hätte jetzt verdammt große Lust auf ein Lindor-Ei) krampfhaft mit einem anderen zu ersetzen (Nein, du hast heute so schön gegessen, das hätte dann gar nichts gebracht). Dadurch gebe ich dem Ursprungsgedanken nur noch mehr Stärke und verstricke mich in eine endlose Diskussion mit mir selbst, aus der ich mal als Sieger, mal als Verlierer herausgehe. Und ich muss sie jedes Mal wieder führen, denn Willensstärke ist leider keine Aufgabe, die sich mit einem mal erledigt hat.

Stattdessen suche ich mir ein paar Eier aus, die ich über den Abend verteil essen werde (ok, in den ersten 5 Minuten) und genieße jeden Bissen. Danach ist die extreme Lust die ganze Packung zu leeren weg und ich musste mich nicht mit mir selber streiten (uff, kann ich zickig sein).

Du wirst merken, dass die Appetitattacken weniger werden und an Intensität verlieren, wenn du auf die Signale deines Körper hörst und dich ausgewogen ernährst und dir nichts verbietest. Du wirst immer noch Lust auf deine Lieblingsspeisen haben, aber es wird dir leichter fallen aufzuhören, sobald du satt bist. Hol dein Lieblingsessen von seinem Podest runter in dem du es dir immer wieder in kleinen Maßen gönnst. Für dauerhaften Erfolg darf man sich kein Lebensmittel komplett versagen, so gibst du ihm nur die Kontrolle. Hol sie dir zurück, sie gehört dir.

Was also tun, wenn der Appetit zuschlägt?

Schritt 1) Das Gefühl hinterfragen. Ist es Hunger? Dann etwas essen

Schritt 2) Sich klar machen, dass der Drang nach Essen nichts zu bedeuten hat. Irgendwann im Laufe unseres Lebens wurde Essen mehr Bedeutung gegeben, als ihm zusteht. Das heißt nicht, dass es so ist. Warte einfach ab und versuche an etwas anderes zu denken und schau was passiert

Schritt 3) Er ist immer noch da? Dann gönn dir das worauf du Lust hast in kleinen Mengen. Zähl die Portion extra ab und sag dir selbst bevor du anfängst zu essen, dass es nicht mehr davon geben wird.

Pimp your Müsli

Müsli ist das ideale Frühstück – es liefert reichlich gute Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe um lange fit zu sein und bis zum Mittagessen durchzuhalten. Es schmeckt super lecker und ist wegen den vielen Nährstoffen und Vitaminen auch noch sehr gesund. Außerdem gibt es dem Stoffwechsel den nötigen Kickstart, um den ganzen Tag über auf Hochtouren zu laufen.

Das perfekte Müsli besteht aus 3 Dingen:

1)  Basis

Ich hab mir vor einiger Zeit einen großen Behälter gekauft und mit Vollkorn-Haferflocken gefüllt. Seit dem „pimpe“ ich diesen Grundstock immer wieder auf und füge immer wieder neue Sachen dazu, die mir beim einkaufen über den Weg laufen. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Einfach mal ins Reformhaus schauen und inspirieren lassen. Die meisten Sachen kriegt man aber auch im Supermarkt oder in Drogeriemärkten.

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Unbedingt als Grundstock Vollkorn-Haferflocken nehmen (kernige). Sie haben einen höheren Eiweiß-, Vitamin- Und Nährstoffgehalt, als die zarten, die  aus geschroteten Haferkörnern hergestellt werden.

Einige Ideen fürs eigene Müsli:

– Nüsse (Mandeln und Haselnüsse gibt es manchmal billiger in der Backabteilung oder auch Aldi hat da recht günstige Angebote)

– natürliche Maisflakes

– Kokosraspeln (gibt es ebenfalls günstig in der Backabteilung)

– Sesam

– Sonnenblumenerne oder

– Amaranth (enthält mehr Eiweiß und weniger Kohlenhydrate als Weizen, hochwertiges Fett, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem ist es kein Getreide und damit eine gute glutenfreie Alternative für Allergiker).

Der Vorteil daran sich seine Müslimischung selbst zu machen ist, dass man so wirklich weiß was drin ist. Oft gibt es versteckte Fallen wie Knusperstücke mit Zucker oder Schokoladeflocken. Die kann man natürlich auch so hinzufügen, wenn sie einem super gut schmecken. Aber dann hat man sich bewusst dafür entschieden und nimmt nicht jeden Tag unwissentlich die Kalorien auf.

2) Obst

Essen 008Als nächster Schritt kommt das Obst. Die Sorten die ich so gut wie immer zuhause hab sind Äpfel und Bananen. Dann kann man je nach Saison noch Beeren, Mango, Ananas, Melone oder jede weitere Sorte zufügen. Hier als Tipp: Es eigenen sich auch Tiefkühl Beeren (auch hier drauf achten, dass sie ungesüßt sind). Praktisch und Tiefkühl Obst steht frischem Obst in Hinsicht Nährstoffe um nichts nach, da sie oft direkt nach der Ernte eingefroren werden.

Auch getrocknete Früchte wie Rosinen, Cranberrys, Bananen oder Goji-Beeren eignen sich hier sehr gut und süßen auf natürliche Weise. Hier sollte man auch unbedingt darauf achten, dass die Früchte nicht noch zusätzlich gesüßt oder frittiert sind.

Vollkorn-Haferflocken und Obst haben viele Ballaststoffe. Dadurch brauchen sie länger bis sie verdaut werden, das heißt sie liegen länger im Magen und sorgen so für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Gleichzeitig quellen sie auf und erhöhen so die Darmbewegung und verbessern die Verdauung.

3) Topping

Hier kommt dann je nach Lust und Laune Milch oder Joghurt dazu: Mein Tipp: An sich ist es besser Naturjoghurt zu nehmen und dann eventuell natürlich zu Süßen (Honig oder Obst). Wem das aber zu langweilig ist, kann ein paar große Löffel Naturjoghurt nehmen und dann noch 1,2 Löffel Fruchtjoghurt. Das reicht oft um dem ganzen Müsli Geschmack zu geben, aber man hat nicht ganz so viel Zucker drin.

Zuletzt kann man dann noch je nach Geschmack Zimt (kurbelt auch noch mal den Stoffwechseln an), Bourbon-Vanille oder Honig hinzufügen.

Die Salatsaison hat begonnen

Mit der Zeitumstellung hat endlich auch die Salatsaison begonnen. Je wärmer es wird, desto weniger Lust hat man abends auf etwas Deftiges. Stattdessen bietet es sich an, einen leckeren, leichten Salat zu machen. Viele mögen Salat nicht so gerne oder finden ihn langweilig und ich muss gestehen, dass ich früher auch zu ihnen gehört habe. Das lag daran, dass ich ihn immer gleich zubereitet hab: Irgendeinen Salat aufgeschnitten, vielleicht noch Tomaten und Gurken dazu, Essig und Öl drüber –  fertig.

Heute werde ich richtig kreativ und so wird es nie langweilig. Mittlerweile ist Salat ein regelmäßiger Bestandteil meiner Küche geworden. Hier sind einige Anregungen, wie ihr euren Salat aufpeppen könnt: angebratene Pilze, Mais, Feta, Mozzarella, Oliven, Karotten, rohe Zucchini, Ei, Zwiebeln, Kidneybohnen, gebratene Hühnerbrust, Nüsse, frische Kräuter, Thunfisch, Radieschen, Scampi, Spargel, rote Beete, Avocado und Paprika.

Außerdem schnippel ich meistens noch irgendendein Obst dazu: Granatapfel, Orange, Apfel, Melone, Birne, Mango, Himbeeren, Feigen oder Erdbeeren. Auch bei den Soßen kann man sich austoben. Mein momentaner Favorit ist die Honig-Senf Soße. Selbstgemacht und mit wenig Honig kann man sich das gerne mal gönnen.

Wenn jetzt der eine oder andere denkt „hm, trotzdem noch ganz schön viel Fruchtzucker mit der Mango zum Beispiel, oder?“ An sich schon. Aber die Hauptsache ist doch, dass es dir schmeckt und du den Salat dann gerne ist. Denn einfach nur nackten Salat zu essen bringt wenig, denn es hinterlässt ein unbefriedigtes Gefühl und man durchwühlt spätestens eine halbe Stunde danach verzweifelt seine Süßigkeiten Vorräte.

Selbstsabotage die keine ist

emotionales Essen ist ein viel diskutiertes, doch oft missverstandenes Thema. Es fallen Sätze wie „Er ist doch selbst Schuld. Warum tut er sich das an? Er könnte doch einfach aufhören!“ Und ich hab mich das auch oft gefragt: Warum esse ich bis mir schlecht ist und ich mich hundeelend fühle? Geschmeckt hat es schon nach dem dritten Schokoriegel nicht mehr. Es fühlt sich an wie Selbstsabotage, sich selbst fertig machen. Doch das ist es nicht. Es ist die beste Methode, die einem in dem Moment zur Verfügung steht, sich wieder besser zu fühlen. Hätte man eine andere, würde man sie benutzen. Man fühlt sich schlecht, einsam, wütend, missverstanden, hoffnungslos oder leer – welches Gefühl es auch sein mag – und möchte zurück zu einem guten Gefühl, zurück zu Wohlbefinden. Meine Methode war zu viel Essen, zu viel fernsehn und zu viel Kaffee. Andere sind: zu viel shoppen, Alkohol, Drogen, Sex oder Sport. Man versucht einfach nur sich besser zu fühlen. Das klingt für mich nicht nach Selbstsabotage, sondern ziemlich verständlich. Das einzige was jetzt noch nicht stimmt ist die Methode. Beziehungsweise EINE Methode. Denn man braucht überhaupt keine. Das gute Gefühl, dass jeder von uns sucht, ist da. Immer. Unter all den Gedanken und Emotionen. Wir spüren es nur manchmal nicht. So wie wir manchmal die Sonne nicht sehen. Trotzdem ist sie über den Wolken immer da. Und genauso ist es auch mit unserem Wohlbefinden. Wir müssen nur warten bis die Gedankenwolken sich verzogen haben.

Unerwartete Aussichten

Kennt ihr das? Wenn ihr euch unerwartet im Spiegel seht und ganz anders ausseht, als ihr euch in dem Moment gefühlt habt? Und das dann irgendwie die ganze Selbstwahrnehmung verändert.

Ich hatte das vor kurzem, als ich in der Stadt unterwegs war. Plötzlich stand ich vor einem Schaufenster, das sehr gut reflektiert hat, und sah meine Beine. Und war total enttäuscht. Warum ist das so? Ich kenne meine Beine. Meine Beine haben sich auch in den letzten zwei Jahren nicht nennenswert verändert.

Trotzdem hatte ich irgendwie eine andere Erwartung – eine andere Vorstellung im Kopf. Von Frauenbeinen, wie sie meiner Meinung nach sein sollten. Und weil meine Erwartung sich von der Realität nun mal unterscheidet (Ich hab breitere Knie als mir lieb ist), war ich enttäuscht. Wie mein Kopf auf die Idee kommt Beine zu erwarten, die ich in meinem ganzen Leben nie hatte, ist mir ein Rätsel. Größenwahn vielleicht?

Leider ist das bei vielen Sachen so. Man hat oft Dinge nicht so im Kopf, wie sie sind, sondern wie man sie gerne hätte. Und das macht alles kaputt. Ob es jetzt der Körper ist, eine Situation in der Arbeit oder das gebuchte Hotelzimmer im Urlaub.

Deswegen versuche ich die Dinge so zu sehen wie sie wirklich sind, und nicht wie ich sie mir wünsche. Leider klappt das noch nicht immer. Aber ab und zu doch. Und meine Beine können auch so bleiben wie sie sind.

Einkaufen leicht gemacht

Wir werden heutzutage mit einem regelrechten Überangebot an Nahrungsmitteln konfrontiert. Da ist es manchmal nicht leicht den Überblick zu behalten und zu entscheiden: was möchte ich konsumieren?

Doch wie entscheide ich? Man muss nicht jeden Inhaltstoff kennen, um eine gute Wahl zu treffen. Zum Glück – denn die sind oft kaum verständlich. Es gibt eine simple Richtlinie an die ich mich beim Einkaufen halte. So simpel, dass sie fast schon ein wenig plump klingt. Trotzdem möchte ich sie hier mit euch teilen, weil sie mir bei meinem Einkaufsverhalten sehr geholfen hat:

Kaufe nichts was eine Werbung hat.

Klingt erst mal komisch, macht aber viel Sinn, wenn wir uns mal die Frage stellen: Welche Art von Lebensmittel wird beworben? Fertiggerichte, Softgetränke, Süßigkeiten – fast nur bearbeitete Lebensmittel.

Was dagegen hat keine Werbung? Obst, Gemüse, Nudeln, Eier, Cous Cous, Kartoffeln – die unbearbeiteten Grundnahrungsmittel.

Und auch bei Nahrungsmitteln über die generell geworben wird, kann man diese Regel anwenden:

keine Werbung: Naturjoghurt – Werbung: gesüßter Fruchtjoghurt, Pudding

Kidney Bohnen – fertiges Chilli con Carne

Nüsse – Chips und andere salzige Snacks

Buttermilch natur – Buttermilch mit Geschmack

Reis – fertiger gesüßter Milchreis aus dem Kühlregal

Käse von der Theke – Käse light mit 0,1% Fett

normale Müslimischung – Cornflakes

Wie bei jeder guten Regel, gibt es auch hier die eine oder andere Ausnahme, wobei mir außer Tee gerade nicht viele gesunde Lebensmittel einfallen, die beworben werden.

Das soll natürlich keine strenge so-und-nicht-anders-Regel sein, sondern eher eine grobe Richtlinie, wie man ohne viel Aufwand beim Einkaufen gute Entscheidungen trifft. Ich habe jedes einzige mal beim Einkaufen mindestens ein paar beworbene Lebensmittel im Korb. Aber das meiste stammt schon von der keine-Werbung-Seite.