Selbstsabotage die keine ist

emotionales Essen ist ein viel diskutiertes, doch oft missverstandenes Thema. Es fallen Sätze wie „Er ist doch selbst Schuld. Warum tut er sich das an? Er könnte doch einfach aufhören!“ Und ich hab mich das auch oft gefragt: Warum esse ich bis mir schlecht ist und ich mich hundeelend fühle? Geschmeckt hat es schon nach dem dritten Schokoriegel nicht mehr. Es fühlt sich an wie Selbstsabotage, sich selbst fertig machen. Doch das ist es nicht. Es ist die beste Methode, die einem in dem Moment zur Verfügung steht, sich wieder besser zu fühlen. Hätte man eine andere, würde man sie benutzen. Man fühlt sich schlecht, einsam, wütend, missverstanden, hoffnungslos oder leer – welches Gefühl es auch sein mag – und möchte zurück zu einem guten Gefühl, zurück zu Wohlbefinden. Meine Methode war zu viel Essen, zu viel fernsehn und zu viel Kaffee. Andere sind: zu viel shoppen, Alkohol, Drogen, Sex oder Sport. Man versucht einfach nur sich besser zu fühlen. Das klingt für mich nicht nach Selbstsabotage, sondern ziemlich verständlich. Das einzige was jetzt noch nicht stimmt ist die Methode. Beziehungsweise EINE Methode. Denn man braucht überhaupt keine. Das gute Gefühl, dass jeder von uns sucht, ist da. Immer. Unter all den Gedanken und Emotionen. Wir spüren es nur manchmal nicht. So wie wir manchmal die Sonne nicht sehen. Trotzdem ist sie über den Wolken immer da. Und genauso ist es auch mit unserem Wohlbefinden. Wir müssen nur warten bis die Gedankenwolken sich verzogen haben.

5 Gedanken zu “Selbstsabotage die keine ist

  1. tauschdichschlank 29. März 2015 / 15:49

    Sehr guter und refletierter Beitrag. Ich denke, die meisten Essprobleme resultieren tatsächlich daraus, dass man aus den „falschen Gründen“ isst. Also nicht weil man hungrig ist, sondern weil das Essen als Belohnung/Aufmunterung/Ablenkung dient. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in ein schlankeres Leben. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass du es schaffst!

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  2. Labradorlinchen 2. April 2015 / 17:28

    Hallo Antonia, ich habe Deine Gedanken zur Selbstsabotage auch mit großem Interesse gelesen. Wirklich, Du sprichst mir aus der Seele, immer wieder laße ich mich hinreißen, zu viel oder falsch zu futtern, mit dem Effekt, daß ich mich danach noch schlechter fühle. Aber, wie bringe ich denn meine Gedankenwolken dazu, sich zu verziehen??

    Liebe Ostergrüße vom Labradorlinchen

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    • antoniaernaehrungsberatung 2. April 2015 / 23:04

      Hallo Labradorlinchen, Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hab mich sehr darüber gefreut 🙂 Und vielen Dank für die Frage, das ist wirklich eine super Anregung. Leider geht die Beantwortung dieser Frage über einen Kommentar hinaus. Aber die Frage ist sehr wichtig, deswegen wird der nächste Blogeintrag sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen. ich hoffe ich kann dir damit helfen 🙂
      Liebe Grüße

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      • Labradorlinchen 3. April 2015 / 8:45

        Oh, das ist ja toll. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen. Liebe Grüße Labradorlinchen

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